Xocolātl - das Kakao-Getränk als Ursprung von Schokolade

Xocolātl - das Kakao-Getränk als Ursprung von Schokolade - Pure Xocolate

Einleitung

Hallo Du!

Es ist nun schon eine Weile her, aber ich hoffe, Du bist gut ins Neue Jahr gekommen, fühlst Dich wohl, so wie Du bist und hast vielleicht trotzdem Lust darauf, Dinge zu verändern. Hast Du Dir schon etwas vorgenommen, das Du dieses Jahr machen möchtest? Ich selbst bin tatsächlich erst vor kurzem dazu gekommen, meine Vorhaben und Wünsche klar zu formulieren. Da sie - ähnlich wie die vieler Leute, vielleicht auch bei Dir? - ebenfalls mit Ernährungsgewohnheiten ändern zu tun haben, habe ich mich für diesen Blog-Artikel davon inspirieren lassen und beschlossen, zu den Ursprüngen von Schokolade zurückzukehren - Kakao pur.

Nun ja, nicht ganz. Kakaopulver wurde nicht pur gelöffelt, aber die Azteken benutzten den kostbaren Kakao, um daraus ein "Getränk der Könige" herzustellen. Sie mischten ihn mit heißem Wasser und ergänzten den Trank mit verschiedenen Gewürzen wie vor allem Chili, aber auch Vanille oder Zimt und süßten das Ganze bei Bedarf mit Honig. Denn reiner Kakao mit Wasser ist natürlich ziemlich bitter, daher auch der Name des Getränks: "Xocolātl", das sich aus den Worten "xoco" (bitter) und "atl" (Wasser) zusammensetzt. Unser heutiges Wort "Schokolade" leitet sich übrigens davon ab und „Pure Xocolate“ ist daran ebenso angelehnt ;)

Heute zeige ich Dir also die wohl erste Variante von Kakao, die es je gegeben hat - ein zuckerfreies und veganes Getränk, das trotz seiner Bitterkeit und Schlichtheit einen ganz eigenen Charme hat sowie wirklich einfach zuzubereiten ist. Damals hingegen war es ein ziemlich aufwendiger Prozess, da die Kakaobohnen noch per Hand gemahlen wurden und durch verschiedene Techniken versucht wurde, dem Getränk eine Cremigkeit und Schaumkrone zu verleihen. Falls Dir das Ganze nun doch nicht schmecken sollte, habe ich gleich noch zwei weitere (etwas mildere/süßere) Kakao-Varianten ausprobiert und dabei Rezepte von Freunden leicht abgeändert, von denen ich sehr begeistert war. Auch diese Vorschläge halten sich an die Idee von vegan und zuckerfrei (wenn es um Industriezucker geht).

Nun will ich aber nicht länger um den heißen Brei - oder Kakao ;) - herumreden, sondern lass' uns loslegen!

 

Xocolātl - das Getränk der Könige

Zutaten für eine kleine Tasse

  • 100ml Wasser
  • 20g Kakaopulver
  • Gewürze nach Geschmack in ausreichend großer Menge (z. B. Zimt, Vanille, Chili, vielleicht Pfeffer, ...)
  • evtl. flüssigen Honig zum Süßen

Zubereitung - Schritt für Schritt

1. Verrühre das Kakaopulver direkt in einer Tasse (oder bei größerer Menge in einem Topf) mit etwas heißem Wasser (ca. 30ml) zu einer Masse.

2. Gib die Gewürze Deiner Wahl hinzu (ich habe 1 TL Zimt und 1/2 TL Vanille hinzugefügt), übergieße die Mischung schrittweise mit dem restlichen gekochten Wasser und vermenge alles gut, bis es eine homogene Masse ist. Bei Bedarf gib noch etwas Honig (z.B. 1/2 TL) dazu.

3. Und schon kannst Du das jahrhundertealte Getränk heute selbst genießen!

 

Chocolat Chaud - eine Gewürzmischung

Zutaten für eine große Tasse (ca. 300ml)

  • 2 TL Kakaopulver
  • 2 Prisen Salz
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 3/4 TL Zimt
  • heißes Wasser
  • Hafermilch

Zubereitung - Schritt für Schritt

1. Vermenge den Kakao mit allen Gewürzen in einer Tasse, gib’ dann zwei Spritzer heißes Wasser dazu und rühre, bis alles eine "schleimige/dickflüssige" Konsistenz hat.

2. Fülle nun nach und nach 1/2 - 2/3 der Tasse mit heißem Wasser auf und den Rest mit zimmerwarmer Hafermilch. So hast Du gleich die perfekte Temperatur und die Chocolat Chaud ist direkt trinkbar :)

 

Vollmundiger Kakao mit einer süßen Note

Zutaten für eine mittlere Tasse (ca. 200ml)

Zubereitung - Schritt für Schritt

1. Gib den Kakao in eine Tasse, gieße den Agavendicksaft drüber und anschließend etwas heiße/s Wasser/Hafermilch.

2. Vermische alles gut, bis es eine homogene dickflüssige Masse ist, dann fülle den Rest der Tasse nach und nach zu 2/3 mit heißem Wasser und 1/3 mit lauwarmer Hafermilch auf bzw. mit dem Rest der heißen Hafermilch. Und nun lass' es Dir munden!

 

Tipps & Inspiration

  • Ich rate Dir, das Xocolātl in langsamen kleinen Schlucken zu trinken, um Dich zum einen nicht zu überfordern (wenn Du bitteres nicht gewohnt bist). Zum anderen gibst Du dadurch sowohl dem intensiven Geschmack als auch der herzöffnenden Wirkung des Kakaos die Möglichkeit, sich allmählich entfalten zu können.
  • Die Chocolat Chaud solltest Du auch nach dem Auffüllen mit Flüssigkeit mehrmals und vielleicht sogar immer wieder gut umrühren, ansonsten setzt sich alles unten ab und der Kakao schmeckt eventuell eine Spur langweilig.
  • Wenn Du beim vollmundig-süßen Kakao nur heiße Hafermilch hinzugeben möchtest, rate ich Dir, die größere Menge Kakao zu nehmen, um dessen Geschmack noch vordergründiger genießen zu können.
  • Alle Rezepte kannst Du natürlich in größeren Mengen machen und auch in zwei Töpfen zubereiten, aber ich finde, genau eine Tasse für sich zu machen, hat etwas :)
  • Wenn Du jetzt unbedingt loslegen möchtest, um diese Kakao-Rezepte selbst umzusetzen und direkt hier dafür einkaufen möchtest, dann benutze doch gerne meinen Code XOCOMIRJAM10 - damit bekommst Du 10% Rabatt!

 

Fazit - Kakao, Kakao oder Kakao?

Also ich muss sagen, auch diesmal durfte ich wieder tolle (und alle so wunderbar einfache!) Rezepte ausprobieren, die jedes für sich ihren Charme haben. Es fällt mir immer schwer, mich bei so etwas zu entscheiden…

Xocolātl: Der war interessanterweise irgendwie cremig bzw. dickflüssig und klar, er war bitter, aber in Schlückchen hat er schon echt richtig lecker geschmeckt und war sehr geschmacksintensiv - ich bin ziemlich angetan!! Und mit einem Hauch Süße durch den Honig ist das Ganze noch eine Spur besonderer ;)

Chocolat Chaud: Hach, die hat mir so ein wohlig-warmes Gefühl gegeben und schmeckt eher simpel, aber die Hafermilch ist hier ein tolles Add-on, weil sie einen eigenen Geschmack reinbringt, der den Kakao nicht zu sehr abmildert, aber trotzdem schmeckbar ist. Die Chocolat Chaud schmeckt klar und nicht so betörend wie...

Vollmundiger Kakao: ...zum Beispiel diese Variante hier. Der Name sagt es ja schon - die Mixtur schmeckt wunderbar kakaoig und dann ist da noch die leichte Note vom Agavendicksaft, das ist unfassbar lecker. Das Ganze noch schön heiß, dieser satte Geschmack - nicht zu bitter, nicht zu fad, genau richtig! So sehr ich von allen Rezepten überzeugt bin - das hier wäre wahrscheinlich der Kakao, den ich perslönlich öfter machen würde! Reinster Genuss... :)

So, jetzt bin  ich natürlich wieder sehr gespannt, was Du am besten findest und freue mich über einen Kommentar von Dir, aber erst einmal geht's los - entscheide Du!

Falls Dich das Thema Xocolātl übrigens noch weiter interessiert, findest Du hier mehr Informationen :)

 


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