Wie ein Matcha Latte – nur als Schokolade. Selber machen in 20 Minuten.
Erntezeit - der Herbst ist da! So zauberst Du einen veganen Kürbiskuchen
📚 Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Hallo Du!
Die letzten richtig warmen Tage sind nun vorüber und der Herbst hat Einzug gehalten in all seiner Pracht - was passt da besser als sich ein sattes Orange auf den Esstisch zu zaubern in Form eines richtigen Kürbiskuchens?
Vermutlich fragst Du Dich, was ein solcher mit Schokolade zu tun haben soll.. - keine Sorge, ich verrate es Dir natürlich gleich:
Dieser herbstlich anmutende orangene Kuchen wird mit Kakaobutter und Agavendicksaft zusammengerührt und Kakaopulver kann dekorativ darüber gestreut werden, sodass alle Zutaten, die Du sonst für Schokolade verwenden kannst, in diesem leckeren veganen Pumpkin Pie zur Anwendung kommen!
Das ist aber nicht der einzige Grund, weshalb ich Dir dieses Rezept heute vorstellen will - der zweite ist etwas persönlicher.
Vielleicht erinnerst Du Dich an den Artikel zum Schenken von selbstgemachter Schokolade, in dem ich kurz anriss, wie das Schokolade selber machen bei mir begonnen hat. Nun, das war tatsächlich schon der zweite Part, denn richtig angefangen hat es, als ich eben diesen Kürbiskuchen gebacken habe. Dafür musste ich nämlich Kakaobutter neu kaufen, von der dann sehr viel übrig blieb. Auf der Suche nach weiteren Verwendungsmöglichkeiten stieß ich logischerweise direkt auf den Vorschlag, damit selbst Schokolade herzustellen. Tja, und von einem Moment auf den anderen war ich Feuer und Flamme, was bis heute anhält! 😊
Also, wenn Du jetzt den Kuchen, mit dem für mich alles begann (und der außerdem ziemlich lecker ist!), selber ausprobieren möchtest, findest Du im Folgenden das Rezept (und zum Schluss ein Foto vom damaligen Werk).
Mein Dank für die fotografische Untermalung geht wieder an A. F. - es war mir die reinste Freude, mit Dir zu arbeiten und hat mir sehr gut getan 😌

Zutaten - Was Du brauchst
(für 1 runde Springform à 18cm Durchmesser)
Teig
- 180g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 20g Zucker
- 45ml Wasser
- 60g Margarine
Füllung
- 250g gekochter Hokkaido-Kürbis (entspricht ca. 280g ungekochtem Kürbis)
- 150ml Hafermilch (oder eine andere pflanzliche Milch)
- 20/15g Agavendicksaft/Ahornsirup
- 7g Kakaobutter (vorher im Wasserbad geschmolzen!)
- 15g Zucker
- 1 TL Maisstärke
- 1 TL Lebkuchengewürz (genau zwischen gestrichen und gehäuft)
optional on top
- 100g Kokosnuss-Schlagsahne
- Zimt/Kakao/Lebkuchengewürz zum Drüber streuen
Zubereitung - Schritt für Schritt
- Zuerst koche den Kürbis, sprich: bring Wasser zum Kochen, gib den in Stücke geschnittenen Kürbis hinein, schalte den Herd runter und lass' alles circa 15min köcheln, dann gieße das Wasser ab und gib dem Kürbis etwas Zeit zum abkühlen.
Während der Kürbis köchelt, vermische Mehl, Backpulver und Zucker (also die trockenen Zutaten) in einer Schüssel.

2. Gib dann Wasser und Margarine hinzu, vermische alles sorgfältig mit Knethaken und forme einen Ball mit Deinen Händen. Stelle ihn für 30-35min in den Kühlschrank und verteile ihn anschließend gleichmäßig in der runden (und eingefetteteten) Springform. Dazu breite den Teig erstmal nur auf dem Boden aus, ziehe dann den Rand gut hoch und schiebe aus der Mitte etwas nach, um den Teig auf dem Boden wieder gleichmäßig auszubreiten. Achte darauf, dass der Boden nicht zu dünn und der Rand nicht zu dick ist.

3. Mixe in der Zwischenzeit alle Zutaten für die Füllung in einem Zerkleinerer zusammen (oder püriere sie mit einem Pürierstab), bis sie eine homogene Masse ergeben, dann gebe selbige auf den Teigboden und verstreiche sie glatt. Drücke den oben überstehenden Teigrand wieder leicht nach unten für eine leckere Kruste.

4. Backe den Kuchen bei 180 Grad für 30-50min (das ist seeeehr ofenabhängig), nimm' ihn dann raus und lass' ihn abkühlen (!).
5. Optional kannst Du noch Schlagsahne und/oder Zimt/Kakao/Lebkuchengewürz zur Verschönerung und Geschmackserweiterung ergänzen.

Einige Tipps/Hinweise für den veganen Kürbiskuchen
- Achte unbedingt darauf, den Teig wirklich gut zu verteilen, weil sonst kann es sein, dass der Boden eher dünn und vor allem der Rand sehr dick wird (dadurch, dass der Teig aufgeht, sammelte sich bei mir alles beim Übergang von Rand zu Boden, weil es nicht ordentlich verteilt war...) und das ist im Verhältnis mit der Kürbismasse seltsam. Es könnte also tendenziell mehr Rand auf den Boden gebracht werden - aber vielleicht hast Du auch eine tolle Technik und überhaupt gar nicht das Problem? Freut mich für Dich ;)
- Achtung, noch ein Hinweis: Mein Backofen muss alles wirklich deutlich länger backen (deshalb so eine Spannweite der Backzeit), also sei einfach achtsam, wie lange Du den Kuchen im Ofen lässt :)
Die Kruste und Kürbismasse sollten schon etwas dunkler sein, gut erkennbar ist der fertige Kuchen daran, dass sich von außen nach innen wie eine "Schicht/Haut" über die Kürbismasse zieht, also das sieht einfach wirklich anders aus und die muss überall sichtbar sein, damit der Kuchen auch stich- und schnittfest (s.u.) ist und nicht zerfließt...

- Lass' den Kuchen über Nacht ziehen, dann kommt das Lebkuchengewürz viel besser durch! Du kannst übrigens auch Spekulatiusgewürz verwenden, das ist interessant :)
- Da der Agavendicksaft eher geschmacksneutral ist, brauchst Du davon etwas mehr, um dem starken Kürbis etwas entgegenzusetzen (etwas mehr Lebkuchengewürz schadet da auch nicht). Wenn Du hingegen Ahornsirup nimmst, reicht die geringere Menge, da dieser ja einen recht starken Eigengeschmack hat.
- Achtung Nr. 2, hab' ein Auge darauf, ob die vegane Kokosschlagsahne vor der Benutzung nicht einige Stunden im Kühlschrank sein muss (s. Packung je nachdem), sonst funktioniert das Ganze nicht! Ohnehin solltest Du natürlich warten, bis der Kuchen nicht mehr warm ist, sonst sieht das Ganze im ersten Moment gut (links) und dann eher so (rechts) aus...:

- Der Herbstgenuss-Kuchen kann übrigens circa bis zu 3 Tage im Kühlschrank sein
- Du kannst den Kuchen auch mit einer größeren Springform (circa 25cm Durchmesser) zubereiten, dann nimmst Du die Mengen für den Teig mal 1,5 und die für die Kürbismasse mal 2
- Ich kann Dir übrigens auch empfehlen den Kuchen mal mit Süßkartoffel (s. u. re) statt Kürbis (s. u. li) zu backen - das ist interessant! Und pass vor allem hier auf (beim Kürbis natürlich auch), dass Du die Süßkartoffel nicht überkochst und sie zu weich wird sowie ihren Geschmack dadurch verliert... Außerdem braucht diese Version noch länger (bei mir ca. 60min) im Ofen

Fazit - der Herbst in Kuchenform
Es ist eigentlich ziemlich einfach: Ich finde den Kuchen sehr lecker, er schmeckt halt deutlich nach Kürbis (muss man mögen, was ich definitiv tue!), aber auch süß und besonders das Lebkuchen-Gewürz ist der Hammer da drin - ein herrliches Herbst-Vergnügen, das noch dazu die nahende Adventszeit ankündigt.
Was ich außerdem zutiefst empfehlen kann, ist, den Kuchen mit einer heißen Schokolade zu genießen, z.B. aus den Chai-Trinkschokoladen-Streuseln kreiert :)
Wenn es Dich nun in den Fingern juckt, diesen wunderbaren Pumpkin Pie selbst zu backen, will ich Dich gar nicht länger aufhalten - los geht's!
Und erzähl' mir gerne, wie es Dir gelungen ist, wie es geschmeckt hat oder was Du anders gemacht hast. Fragen und Anregungen jedweder Art sind außerdem immer herzlich willkommen!
Nun eine wunderbar windig-bunt-fröhliche Herbstzeit für Dich und bis zum nächsten Mal von
Mirjams Schokoladenwelt
